Spätgotische Strenge und steile Dächer
Frühe Häuser zeigen hohe Firste, enge Öffnungen, kraftvolle Streben und tiefe Traufen. Der Fokus liegt auf Schutz, Lagerung und einfacher Erschließung. Der Straßenraum wirkt schmal, die Silhouetten sind expressiv. Wer genau hinschaut, erkennt an unregelmäßigen Gefachen und krummen Balken eine Baupraxis, die Materialehrlichkeit über Symmetrie stellte. Dennoch entsteht Schönheit: aus Rhythmus, Schatten, Wiederholung – und aus der klugen Reaktion auf Wind, Regen, Last und knappen Raum.